Dabei war der erste Containertransport 1997 mit dem Inventar einer kleinen Intensivstation noch ein einfacher Schritt, weil die Patienten vor allem an der mangelnden Überwachung nach einer Operation verstarben. Dann musste das malawische Personal an dieser Technik ausgebildet werden. Dies geschah und geschieht seitdem jedes Jahr sowohl in Deutschland als auch in anderen Krankenhäusern Malawis. Später wurden mit dem Aufbau einer Endoskopie- und einer Zystoskopieeinheit ähnliche Schritte vollzogen. Diese Projekte haben sich bewährt und werden bis heute weiter unterstützt.
Die Situation am Krankenhaus bzw. im malawischen Gesundheitswesen hat sich vor allem in den vergangenen fünf Jahren drastisch geändert. Der Gesundheitsetat des Landes ist verzehnfacht, was aber nicht automatisch heißt, dass man die benötigten Medikamente oder Instrumente im Lande kaufen kann, für deren Beschaffung eigentlich genug Geld bereit liegt.
Bessere Organisation und Eigenverantwortung sind momentan notwendiger als ein neuer Container aus Jena. Diese Pflanze muss wachsen und kann von uns allenfalls etwas gegossen werden.
Andererseits führen personelle und strukturelle Mängel regelhaft zu derart großen Versorgungslücken, dass die Betreuung der Patienten unzureichend bzw. überhaupt nicht gewährleistet ist. Als Beispiel mag hier genannt sein, dass im gesamten Land keinerlei Osteosynthesematerial zur operativen Behandlung von Frakturen zur Verfügung steht. Um deren Beschaffung kümmern wir uns also weiterhin, weil die malawische Regierung im kommenden Jahrzehnt dafür sicherlich keinerlei Mittel bereit stellen wird. Auch die große Mais-Aktion im Dürrejahr 2006 ist so zustande gekommen.
Es sind also viele kleine Projekte entstanden, die unser eigentliches Engagement für Zomba ausmachen und denen Sie sich – je nach Ihrem Gefühl und Ihrer Präferenz – gerne anschließen können.