Das altehrwürdige blau-weiße Eingangsportal erinnert noch an die Gründung der Krankenstation durch die britische Kolonialmacht zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts. Hinter diesem erstrecken sich heute die eingeschossigen Betten- und Funktionshäuser, die mit überdachten Gängen verbunden und in den ersten Jahren unseres Jahrhunderts entstanden sind.

Eingangsportal des Zomba Hospital
Eingangsportal des Zomba Hospital
Altes Hauptgebäude
Altes Hauptgebäude

Das Zomba Hospital ist eines der vier großen Zentralkrankenhäuser des Landes. Es wird vom Ministry of Health getragen und obliegt der Leitung eines malawischen Arztes. Mit den vier großen Abteilungen (Innere Medizin, Chirurgie, Gynäkologie und Kinderheilkunde) und etwa 400 Betten dient es etwa 2 Millionen Menschen aus dem Umkreis als einziges Referenzkrankenhaus. Um diesem medizinisch gerecht zu werden, unterstützt die Bundesregierung seit Mitte der neunziger Jahre das Hospital, indem sie die vier Hauptabteilungen kontinuierlich mit deutschen Ärzten besetzt hat. Dieses Engagement läuft nun aus, ohne dass bislang eine adäquate Versorgung durch malawische Ärzte gewährleistet ist. Auch bei den Clinical Officern und Krankenschwestern sind nur 50% der Planstellen besetzt. Eine grundlegende Verbesserung dieser Situation wäre nur durch politische Entscheidungen herbeizuführen: Die Anzahl der Ausbildungsplätze für Ärzte, Clinical Officer und Schwestern müsste wesentlich heraufgesetzt und deren Abwanderung ins Ausland verhindert werden. Beides gelingt nur über eine halbwegs angemessene Bezahlung. All dies ist in den kommenden Jahren nicht zu erwarten.

Kinderstation
Kinderstation
OPD (our patient department) Chirurgie
OPD (our patient department) Chirurgie
OP-Saal
OP-Saal
Röntgenraum
Röntgenraum
Die Patienten werden durch Ihre Familien gepflegt, so entsteht ein...
Die Patienten werden durch Ihre Familien gepflegt, so entsteht ein emsiges Treiben auf dem Krankenhausgelände

Trotz allem hat sich unter der neuen Regierung das Gesundheitsbudget vervielfacht. Damit ist immerhin eine etwas bessere Patientenversorgung gewährleistet. Man darf aber nicht vergessen, dass sich Malawi weiterhin unter den ärmsten 20 Ländern der Welt befindet. Für persönliches Engagement bleibt da viel Spielraum. Diesen nutzen wir als Verein und können durch unsere engen Kontakte zu den Mitarbeitern in Zomba schnell, unkonventionell und effizient handeln. Auch andere, überwiegend karitative Organisationen engagieren sich in Zomba. Die kanadische Organisation Dignitas beispielsweise hat sich vollständig auf die medizinische Versorgung und Betreuung HIV-positiver Patienten im Distrikt Zomba spezialisiert.